JU Kreisverband fordert Änderung des Transplantationsgesetzes
Zum „Tag der Organspende“ am 04.06.2011 fordern Tobias Zech, Kreisvorsitzender der Jungen Union im Landkreis Altötting, und Vorstandsmitglied Simone Winterer eine Reform des bestehenden Transplantationsgesetzes. Im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat das forsa-Institut in einer repräsentativen Umfrage die Organspendebereitschaft der Bürgerinnen und Bürger in der Bundesrepublik Deutschland untersucht:
Eine deutliche Mehrheit der Befragten (78 Prozent) steht der Organspende positiv gegenüber. Dennoch besitzen nur rund 20 Prozent einen Organspendeausweis. Deshalb starben im vergangenen Jahr rund 1000 Patienten, die auf der Warteliste standen, sodass derzeit noch 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan warten.
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Foto: Thorben Wengert / pixelio.de
Ziel ist es deshalb, die tatsächliche Organspendebereitschaft zu erhöhen. Darum fordert die Junge Union Bayern die Einführung der „Erweiterten Widerspruchsregelung“, wie es beispielsweise in Finnland Gesetz ist. Hierbei wird grundsätzlich von einem Spendewillen ausgegangen, solange man einer Organspende nicht widerspricht. Ebenfalls soll nahen Angehörigen dieses Widerspruchsrecht eingeräumt werden.
Wichtig ist jedoch, dass sich jeder Bürger frei und ohne Zwang entscheiden kann, ob er widersprechen möchte. Auf diese ihm freistehende Entscheidung soll jeder Bürger mindestens einmal im Leben aufmerksam gemacht werden. Möglich wäre dies sowohl beim Erwerb des Führerscheins, als auch mit der Ausstellung des Personalausweises oder als Vermerk auf der elektronischen Gesundheitskarte.
„Dass sich damit praktisch jeder Bürger mit dem Thema Organspende auseinandersetzen muss, halten wir für zumutbar und sehen dies nicht als Nachteil, solange auf den Betreffenden kein Zwang ausgeübt wird. Ziel muss es sein, die Spendenbereitschaft zu erhöhen. Sie steht im Einklang mit den Grundsätzen christlicher Nächstenliebe.“, betonen Winterer und Zech.
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