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28.04.2010 - Jugendparlament veranstaltet Diskussionsforum
Jugendparlament veranstaltet Diskussionsforum
„Der Druck wird immer größer“ - Bildung als Zukunftspotenzial
Bericht vom Alt-Neuöttinger Anzeiger
„Jedem jungen Menschen steht alles offen.“ - Bei dem vom Jugendparlament zum ersten Mal veranstalteten Jugendforum war das eine von mehreren Positionen. Man müsse sich engagieren, dann wird man gehört. Damit fasste Tobias Zech, der Kreisvorsitzende der Jungen Union Altötting, seine Position zu der Zukunft der Jugend zusammen.

Das Podium beim Jugendforum: (von links) Julia Karsten, Christopher Wimmer, Tobias Zech und Louis Berger. (Foto: ANA)
Mit ihm am Podium im Gartensaal des Bürgerhauses schränkte Christopher Wimmer, Kreisvorsitzender der Jungsozialisten aus dem Landkreis, die Möglichkeiten des Engagements etwas ein: Für Jugendliche in der Ausbildung, in der Schule oder im Studium kommt erst der Einsatz für die eigenen Bildungschancen. Für Wimmer verständlich, er sieht in der Bildung das größte Zukunftspotenzial für die heutige Jugend.
Louis Berger, Schüler des Kurfürst-Maximilian-Gymnasiums und politischer Ressortleiter des Jugendparlaments, zitierte zu Beginn aus der Apokalypse in der Offenbarung des Johannes und hielt dann sein Statement fest: „Wir haben alle eine Hypothek zu tragen“. Von Krieg über Hunger bis zum Klimawandel reichten die angeschnittenen Themen, an deren Besprechung sich Publikum rege beteiligte. Damit war v.a. die Organisatorin und Moderatorin, Julia Karsten zufrieden.
Der Druck auf Jugendliche sei größer als früher, der sichere Arbeitsplatz und damit eine zuverlässige Perspektive nicht mehr so einfach zu erkennen. - Lange stand das Thema Familienpolitik im Mittelpunkt des Geschehens, weil daran viele Probleme, z.B. die Bewältigung der Alterung der Gesellschaft, erörtert wurden. Gerade von den recht zahlreichen Erwachsenen bekamen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen Mut zugesprochen; sie dürften „etwas schärfer fahren“ und müssten bei ihren Forderungen nicht nur auf Umsetzbarkeit und Kompromissfähigkeit schielen.
In Parteien und etwa der kirchlichen oder gewerkschaftlichen Jugendarbeit wurden ihnen Chancen zur Umsetzbarkeit versprochen. Christopher Wimmer dagegen räumte ein gewisses Versagen der Parteien ein und berichtete von einem größeren Interesse Jugendlicher an einzelnen Kampagnen oder Veranstaltungen, wie dem Jugendforum, das alle Podiumsteilnehmer abschließend wegen seines Initiativcharakters lobten. Die Forsetzung soll das Thema „Mädchen 2010“ haben. - red

